BULGARISCHE GESCHICHTE
 

vom ersten NATO-Abkommen bis zum EU-Beitritt

2001

21.März: Als Folgerung aus dem Kosovo-Krieg schließt Bulgarien mit der NATO ein Abkommen, das dieser den Transit von Truppen und ihre zeitweilige Stationierung auf bulgarischem Territorium im Rahmen befristeter Operationen gestattet.

6.April: Das Parlament billigt den Vertrag ohne Gegenstimmen

6.April:Simeon II kündigt die Gründung der “Nationalen Bewegung Simeon II“ an und verspricht, die wirtschaftliche und soziale Lage Bulgariens innerhalb von 800 Tagen zu verbessern.

10.April: Der Beschluss der EU –Justiz -und Innenminister (vom 30. November 2000) tritt in Kraft, nach dem bulgarische Bürger ohne Visum in den Schengenen Raum einreisen dürfen. Damit revidiert die EU die Entscheidung von 1995, mit der Bulgarien auf die sogenannte „Liste 101“ gesetzt wurde.

12.Juli: Von Präsident Petar Stojanov mit der Regierungsbildung beauftragt, bildet Simeon Sakskoburgotski eine Koalition seiner „Nationalen Bewegung“ mit der Partei der ethnischen Türken (DPS), die sich damit erstmals an einer Regierung beteiligt

17. Juni: Die erst zwei Monate zuvor gegründete Partei "Nationale Bewegung für Simeon II" verfehlt bei den Parlamentswahlen nur knapp die absolute Mehrheit

22. Juli: Der ehemalige Zar Simeon II. (nun Simeon Sakskoburgotski) wird mit großer Mehrheit zum Ministerpräsidenten gewählt; seiner Koalition gehört erstmals die türkische DPS an.

24.Juli: Der Ministerpräsident Simeon Sakskoburgotski gründet eine Koalitionsregierung mit der DPS. Das Parlament bestätigt die Koalitionsregierung, Außenminister wird Solomon Isaac Pajssi.

26.Juni: Als Konsequenz aus der Wahlniederlage tritt Kostov vom Vorsitz der Union Demokratischer Kräfte (UDK) zugunsten seiner bisherigen Stellvertreterin in der Partei, Nadeschda Michailova, zurück.

11.November: Präsidentschaftswahlen werden durchgeführt. Georgi Parvanov gewinnt den ersten Wahlgang.

18.November: Georgi Parvanov gewinnt gegen Petar Stojanov den Hauptwahlgang.

9.Dezember: Stefan Sofianski gründet die Partei der Freien Demokraten, nachdem er aus der UDK ausgetreten ist.

2002

22. bis 26. Mai: Papst Johannes Paul II besucht Bulgarien auf seiner 96. Reise. Er wurde offiziell vom bulgarischen Präsidenten Georgi Parvanov, vom Premierminister Simeon Sakskoburgotski und dem Parlamentspräsidenten Ognjan Gerdschikov empfangen. Papst Johanes Paul II versichert, er habe nie an die bulgarische Verbindung zu dem Attentat auf ihn (1981) geglaubt.

9.Oktober: Anerkennung Bulgariens als Land mit funktionierender Marktwirtschaft.

21.November: Einladung des Prager Gipfels zum NATO-Beitritt.

13. Dezember: Die Festlegung des Zieldatums für den bulgarischen EU- Beitritt durch den Kopenhagen Gipfel auf das Jahr 2007.

2003

5. Februar: Bulgarien gehört zu den zehn Unterzeichnern der Erklärung von Wilna und schließt sich im März der von den USA formierten „Koalition der Willigen“ an.

21. Februar: Präsident Parvanov legt sein Veto gegen ein Gesetz ein, das bestimmte Privatisierungsentscheidungen der Regierung der gesetzlichen Kontrolle entzogen hätte.

26.März: Unterzeichnung des NATO -Beitritts gemeinsam mit sechs weiteren Staaten. Er soll im Mai 2004 förmlich in Kraft treten.

30.Mai: Das Parlament billigt die Entsendung von 500 Soldaten in den Irak.

2004

1. Januar: Bulgarien übernimmt den Vorsitz der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa

24. Januar: Die Bulgarische Volksbank (BNB) feiert ihr 125. Jubiläum.

27. Januar: Gründung der Deutsch-Bulgarischen Industrie- und Handelskammer in der Niederlassung Balkan Star/Daimler Chrysler. Zum Präsidenten wird Wilhelm Kraus von Balkan Star/Daimler Chrysler gewählt.

Februar: Das bulgarische Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten beginnt mit der Ausgabe eines Bulletin zu den Beitrittsverhandlungen in die EU.

9. März: Die Deutsch-Bulgarische Industrie- und Handelskammer wird offiziell in Sofia eröffnet.

19. Mär: Der stellv. Ministerpräsident und Minister für Verkehr und Kommunikation Bulgariens Nikolay Vasilev kommt zu einem Arbeitsbesuch nach Berlin. Er führt Gespräche mit Manfred Stolpe, dem Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, mit Michael Stübgen, dem Vorsitzenden der Deutsch-Bulgarischen Parlamentariengruppe im Deutschen Bundestag und mit Michael Rogowski, dem Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V.

1. April: Offizieller Beitritt Bulgariens in die NATO

17. Mai: 2 Jahreskonferenz der Zentralbanken auf dem Balkan unter dem Motto: "Produktion, Investition und Wachstum"

07. Juni: Staatsbesuch EU-Kommissar Günter Verheugen, zuständig für die EU-Osterweiterung,

17. August: Jörg Zirke, Präsident der Kriminalpolizei der BRD ist auf Einladung von General-Leutnant Boiko Borissov zu Besuch in Bulgarien

07. September: Internationale Konferenz unter dem Motto "Die NATO und der Balkan gemeinsam gegen den Terrorismus" in Sofia

10. November: 15 Jahrestag seit dem Sturz von Todor Schivkov von seinem Posten als Generalsekretär der ZK der BKP

22. Dezember: Die Europäische Zentralbank EZB ist nicht dazu bereit, nach dem Beitritt Bulgariens zur Europäischen Währungsunion, die Eurobanknoten mit einem kyrillischen Text zu versehen

2005

10. März: Eine Mission des internationalen Währungsfonds beginnt ihre einwöchige Visite in Sofia, um die im Dezember letzten Jahres begonnene Revision der Stand-by-Vereinbarung abzuschließen

01. April: Regierung beschließt Reduzierung und Abzug der bulgarischen Einheit im Irak.

07. April: Der niederländische Minister für Europaangelegenheiten, Atzo Nicolai, erhält die bulgarische Auszeichnung, „Goldener Lorbeerzweig“ als Zeichen von Dankbarkeit für den Beitrag der Niederlande zur Vorbereitung Bulgariens auf die EU-Vollmitgliedschaft

13. April: Abstimmung im Europa-Parlament über den EU-Beitritt Bulgariens in die EU. Angenommen mit 522 Stimmen von 660.

25. April: Unterzeichnung des EU-Beitrittsvertrag in Luxemburg. Danach wird Bulgarien planmäßig am 01.Januar 2007 Mitglied der EU.

31. Mai: Eine neue bulgarische Kirche, die den Namen des heiligen Zaren Boris trägt, wurde in Berlin eingeweiht. An der Weihungszeremonie nahmen der bulgarische Ministerpräsident Simeon Sachsen-Koburg und seine Ehefrau Margarita teil, sowie in Deutschland lebende Bulgaren.

31. Mai: Eröffnung der UNO-Jubiläumskonferenz in Sofia. Das Event findet unter der Schirmherrschaft des Bulgarischen Präsidenten sowie des bulgarischen Premiers statt. Das Forum markiert gleichzeitig das 50-jährige Beitrittsjubiläum Bulgariens.

25. Juni: Die Parlamentswahlen für die 40.Nationalversammlung fanden statt. Die Regierung erlitt eine Niederlage, nachdem die BSP erneut stärkste Kraft wurde. Die konservative UDK verlor ebenfalls empfindlich nach einer Zersplitterung in mehrere kleinere Parteien, die jedoch alle im Parlament vertreten sein werden. Die Mehrheitsverhältnisse deuten auf eine schwierige Regierungsbildung.

29. Juni: Die zentrale Wahlkommission gab die Verteilung der Parlamentssitze für die Parteien und Koalitionen bekannt, die ins nächste bulgarische Parlament einziehen werden:


Koalition für Bulgarien - 34,17%
Die Nationale Bewegung Simeon II.- 22,08%
Bewegung für Rechte und Freiheiten - 14,17%
Attack - 8,75%
Union der Demokratischen Kräfte - 8,33%
DSB - 7,08%
BPU -5,42%

30. Juni: Bulgarien unterzeichnet mit der Weltbank ein Abkommen über USA-Subventionen im Wert von 381 000 $. Der Vertrag wird vom bulgarischen Transportminister Nikolai Vassilev sowie dem Weltbank-Regionalmanager für Bulgarien Oscar de Bruyn Kops, unterzeichnet.

10. August: Bulgarien und Rumänien werden Teil der Europäischen Union sein, auch wenn ihr EU-Beitritt um ein Jahr verschoben wurde, verkündete der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder

24. August: USA-Präsident George Bush übermittelte dem neuen bulgarischen Premier Sergei Stanischev, ein Gratulationsschreiben, "Die amerikanisch-bulgarischen Beziehungen sind nie stärker gewesen" schrieb er.

25. August: Das Parlament verabschiedete in erster Lesung das neue Strafgesetzbuch, womit Bulgarien der Erfüllung der Beitrittskriterien einen Schritt näher gekommen ist

26. August: Der für Bulgarien zuständige Weltbankdirektor, Anand Seth, gratulierte der neuen bulgarischen Regierung und versicherte, das Land in seinen Bemühungen um einen planmäßigen EU-Beitritt zu unterstützen.

02. September: NATO-Generalsekretär, Jaap de Hoop Scheffer, trifft, auf Einladung des bulgarischen Präsidenten Georgi Parvanov, zu einer eintägigen Visite in Bulgarien ein

14. September: Präsident Georgi Parvanov traf sich anlässlich des Gipfeltreffens der Vereinten Nationen 2005 in New York, im Rahmen eines Empfangs mit seinem amerikanischen Amtskollegen, George Bush.

30. September: Eröffnung des Kulturfestivals in Regensburg, mit dem Schwerpunkt Bulgarien. Der bulgarische Kulturminister Prof. Stefan Danailov war anwesend. Innerhalb eines Monats wurde ein vielfältiges Programm aus Bildende Kunst, Film, Gesellschaft, Literatur, Musik, Tanz und Theater geboten.


21. Oktober: Am 21. Oktober wurde in Sofia die vom Europarat organisierte,
2. Ministerkonferenz zu Fragen der Beschäftigungspolitik in Südosteuropa eröffnet. Im Fokus des Forums standen Entwicklungstendenzen in der regionalen Beschäftigungspolitik seit der ersten Konferenz in Bukarest 2003.

29. Oktober: Landesweite Bürgermeisterwahlen. Die Wahl in Sofia gewann der „unabhängige Kandidat“ General Boyko Borissov (38,67 Prozent), vor der Sozialistin Tatyana Doncheva (23 Prozent).

 

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